Berlin Kreuz­berg: Alle unter einem Himmel

Im Berliner Restaurant „Kreuzberger Himmel“ kochen Geflüchtete feinste Gerichte aus ihrer Heimat. Das Projekt zeigt, wie Integration geht.

von Dörte Nohrden

Zwei damp­fende Teller schweben aus der Schwingtür zur Küche. Odah Bashi, der hinter der Bar gerade frischen Minztee zube­reitet, nimmt sie rasch entgegen und serviert die Gerichte mit beschwingter Leich­tig­keit am beliebten Erker­tisch des „Kreuz­berger Himmels“. Zwei Freun­dinnen
haben Linsen­suppe und „Kabse“ bestellt, ein syri­sches Fest­tags­ge­richt mit Hähn­chen, Gemüse und gelbem Toma­ten­reis, deko­riert mit Cashew­nüssen und Mandeln. Der Augen­schmaus passt farb­lich sogar zu den ocker­far­benen Wänden, zu den kugel­runden Bocci-Leuchten, die in einem feinen Geflecht bunt von der hohen Decke baumeln und zu den eleganten Blumen­am­peln, die sanft im Erker schaukeln.

Der 23-Jährige scherzt mit den Gästen, die sich den leckeren Essens­duft zufä­chern. Bashis Lächeln geht in char­mante Wangen­grüb­chen
über. Er verbreitet eine große Ladung posi­tiver Energie, wirkt wie einer, der sein Leben unbe­schwert in vollen Zügen genießt…

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